Brenzone und ungebung
Pietro schlendert fröhlich auf dem Weg entlang am See nach Manugnano zum Hotel Brenzone. Es scheint, als ob er jeden, den er trifft, mit einem herzlichen Lachen begrüßen möchte und auch im Restaurant des Hotels, wo Pietro kellnert, verbreitet er mit seiner herzlichen Art gute Laune unter den zahlreichen Gästen. Anna Alba, Pietros Mutter, führt das traditionsreiche Hotel mit angrenzenden mediterranen Garten und Villa, seit vielen Jahren. Gerne erzählt sie von den alten herrlich romantischen Gewölben im Haus, die früher eine Poststelle waren oder von der Anlegestelle, an dem im letzten Jahrhundert noch Raddampfer hielten. Anna leitet das Hotel in Gedenken an ihren im Frühjahr verstorbenen 94 jährigen Vater Pietro. Dieser kaufte das schon bestehende Hotel 1948, nachdem er 10 Jahre in Australien auf Zuckerrohrplantagen dafür gearbeitet hatte. Das Hotel hieß Anfang des 19. Jahrhunderts „ Al Vapore“ und war nach einer venezianischen Gräfin benannt, die während des 2. Weltkrieges nicht nur den Piloten Tazio Novolari, sondern viel andere berühmte Menschen beherbergte.
Anna und Sohn Pietro sind ein fabelhaftes Team, und manchmal sehen wir auch mit ihnen Giancarlo, der ein leidenschaftlicher Radfahrer war, sich mit den Gästen, an den liebevoll in zarten türkis gedeckten Tischen direkt am See und in wärmender Sonne sitzend, bei einem Glas Wein und gutem Essen, angeregt unterhaltend: über diesen herrlichen Ort und über die Einzigartigkeit seines Ambientes. Und wir erleben die Freundlichkeit und Offenheit dieser den Besuchern so zugewandten Menschen. Hier in Brenzone. Hier am Gardasee.
Mittwoch, 21. Mai 2008, 15:10
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